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	<title>Gespräche mit Goethe</title>
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	<description>Eckermanns Gespräche mit Goethe aus den Jahren 1823-1832</description>
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		<title>Montag den 15. May 1826</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 22:00:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich sprach mit Goethe über St. Schütze, über den er sich sehr wohlwollend äußerte. „In den Tagen meines krankhaften Zustandes von voriger Woche, sagte er, habe ich seine heiteren Stunden gelesen. Ich habe an dem Buche große Freude gehabt. Hätte Schütze in England gelebt, er würde Epoche gemacht haben; denn ihm fehlte bey seiner Gabe [...]]]></description>
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		<title>Am Ostertage den 26. März 1826</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 22:00:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Goethe war heute bey Tisch in der heitersten, herzlichsten Stimmung. Ein ihm sehr wertes Blatt war ihm heute zugekommen, nämlich Lord Byrons Handschrift der Dedikation seines Sardanapal. Er zeigte sie uns zum Nachtisch, indem er zugleich seine Tochter quälte, ihm Byrons Brief aus Genua wieder zu geben. „Du siehst, liebes Kind, sagte er, ich habe [...]]]></description>
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		<title>Donnerstag den 16. Februar 1826</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 22:00:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich ging diesen Abend um sieben Uhr zu Goethe, den ich in seinem Zimmer alleine fand. Ich setzte mich zu ihm an den Tisch, indem ich ihm die Nachricht brachte, daß ich gestern, bey seiner Durchreise nach Petersburg, den Herzog von Wellington im Gasthofe gesehen. „Nun, sagte Goethe belebt, wie war er? Erzählen Sie mir [...]]]></description>
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		<title>Sonntag Abend den 29. Januar 1826</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 22:00:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der erste deutsche Improvisator, Doctor Wolff aus Hamburg, ist seit mehreren Tagen hier und hat auch bereits öffentlich Proben seines seltenen Talentes abgelegt. Freitag Abend gab er ein glänzendes Improvisatorium vor sehr zahlreichen Zuhörern und in Gegenwart des Weimarischen Hofes. Noch an selbigem Abend erhielt er eine Einladung zu Goethe auf nächsten Mittag. Ich sprach [...]]]></description>
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		<title>Sonntag, den 25. December 1825</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2012 22:00:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich ging diesen Abend um 6 Uhr zu Goethe, den ich alleine fand und mit dem ich einige schöne Stunden verlebte. „Mein Gemüth, sagte er, war diese Zeit her durch Vieles belästiget; es war mir von allen Seiten her so viel Gutes geschehen, daß ich vor lauter Danksagungen nicht zum eigentlichen Leben kommen konnte. Die [...]]]></description>
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		<title>Mittwoch, den 15. October 1825</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2012 22:00:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich fand Goethe diesen Abend in besonders hoher Stimmung und hatte die Freude, aus seinem Munde abermals manches Bedeutende zu hören. Wir sprachen über den Zustand der neuesten Literatur, wo denn Goethe sich folgendermaßen äußerte. „Mangel an Charakter der einzelnen forschenden und schreibenden Individuen, sagte er, ist die Quelle alles Übels unserer neuesten Literatur.“ „Besonders [...]]]></description>
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		<title>Sonnabend den 11. Juny 1825</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2012 22:00:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Goethe sprach heute bei Tisch sehr viel von dem Buche des Major Parry über Lord Byron. Er lobte es durchaus und bemerkte, daß Lord Byron in dieser Darstellung weit vollkommener und weit klarer über sich und seine Vorsätze erscheine als in allem, was bisher über ihn geschrieben worden. „Der Major Parry, fuhr Goethe fort, muß [...]]]></description>
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		<title>Donnerstag den 12. May 1825</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Goethe sprach mit hoher Begeisterung über Menander. „Nächst dem Sophocles, sagte er, kenne ich keinen, der mir so lieb wäre. Er ist durchaus rein, edel, groß und heiter, seine Anmuth ist unerreichbar. Daß wir so wenig von ihm besitzen, ist allerdings zu bedauern, allein auch das Wenige ist unschätzbar und für begabte Menschen viel daraus [...]]]></description>
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		<title>Mittwoch den 20. April 1825</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 22:00:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Goethe zeigte mir diesen Abend einen Brief eines jungen Studierenden, der ihn um den Plan zum zweyten Theile des Faust bittet, indem er den Vorsatz habe, dieses Werk seinerseits zu vollenden. – Trocken, gutmütig und aufrichtig geht er mit seinen Wünschen und Absichten frey heraus und äußert zuletzt ganz unverhohlen, daß es zwar mit allen [...]]]></description>
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		<title>Donnerstag den 24. Februar 1825</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 22:00:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Wäre es meine Sache noch, dem Theater vorzustehen, sagte Goethe diesen Abend, ich würde Byrons Dogen von Venedig auf die Bühne bringen. Freylich ist das Stück zu lang und es müßte gekürzt werden; aber man müßte nichts daran schneiden und streichen, sondern es so machen: Man müßte den Inhalt jeder Szene in sich aufnehmen und [...]]]></description>
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		<title>Dienstag den 18. Januar 1825</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 00:00:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich ging heute um fünf Uhr zu Goethe, den ich in einigen Tagen nicht gesehen hatte, und verlebte mit ihm einen schönen Abend. Ich fand ihn, in seiner Arbeitsstube in der Dämmerung sitzend in Gesprächen mit seinem Sohn und dem Hofrat Rehbein, seinem Arzt. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch. Wir sprachen noch [...]]]></description>
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		<title>Montag den 10. Januar 1825</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 00:00:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei seinem großen Interesse für die englische Nation hatte Goethe mich ersucht, die hier anwesenden jungen Engländer ihm nach und nach vorzustellen. Heute um fünf Uhr erwartete er mich mit dem englischen Ingenieur-Offizier, Herrn H., von welchem ich ihm vorläufig viel Gutes hatte sagen können. Wir gingen also zur bestimmten Stunde hin und wurden durch [...]]]></description>
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		<title>Donnerstag den 9. December 1824</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 00:00:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich ging gegen Abend zu Goethe. Er reichte mir freundlich die Hand entgegen und begrüßte mich mit dem Lobe meines Gedichtes zu Schellhorn’s Jubiläum. Ich brachte ihm dagegen die Nachricht, daß ich geschrieben und das englische Anerbieten abgelehnt habe. „Gottlob, sagte er, daß Sie wieder frey und in Ruhe sind. Nun will ich Sie gleich [...]]]></description>
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		<title>Freytag den 3. December 1824</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 00:00:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es war mir in diesen Tagen ein Antrag zugekommen, für ein englisches Journal unter sehr vortheilhaften Bedingungen monatliche Berichte über die neuesten Erzeugnisse deutscher Literatur einzusenden. Ich war sehr geneigt, das Anerbieten anzunehmen, doch dachte ich, es wäre vielleicht gut, die Angelegenheit zuvor mit Goethe zu bereden. Ich ging deshalb diesen Abend zur Zeit des [...]]]></description>
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		<title>Mittwoch den 24. November 1824</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 00:00:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich besuchte Goethe Abends vor dem Theater und fand ihn sehr wohl und heiter. Er erkundigte sich nach den hier anwesenden jungen Engländern, und ich sagte ihm, daß ich die Absicht habe, mit Herrn Doolan eine deutsche Übersetzung des Plutarch zu lesen. Dieß führte das Gespräch auf die römische und griechische Geschichte, und Goethe äußerte [...]]]></description>
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		<title>Dienstag den 9. November 1824</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 00:00:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Abends bei Goethe. Wir sprachen über Klopstock und Herder, und ich hörte ihm gerne zu, wie er die großen Verdienste dieser Männer gegen mich auseinandersetzte. „Unsere Literatur, sagte er, wäre ohne die gewaltigen Vorgänger das nicht geworden, was sie jetzt ist. Mit ihrem Auftreten waren sie der Zeit voran und haben sie gleichsam nach sich [...]]]></description>
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		<title>Montag den 16. August 1824</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 00:00:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Verkehr mit Goethe war in diesen Tagen sehr reichhaltig, ich jedoch mit anderen Dingen zu beschäftigt, als daß es mir möglich gewesen, etwas Bedeutendes aus der Fülle seiner Gespräche niederzuschreiben. Nur folgende Einzelheiten finden sich in meinem Tagebuche notirt, wovon ich die Verbindung und die Anlässe vergessen, aus denen sie hervorgegangen. „Menschen sind schwimmende [...]]]></description>
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		<title>Dienstag den 10. August 1824</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 00:00:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit etwa acht Tagen bin ich von meiner Rheinreise zurück. Goethe äußerte bey meiner Ankunft eine lebhafte Freude, und ich meinerseits war nicht weniger glücklich, wieder bey ihm zu sein. Er hatte sehr viel zu reden und mitzutheilen, so daß ich die ersten Tage wenig von seiner Seite kam. Seine frühere Absicht, nach Marienbad zu [...]]]></description>
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		<title>Donnerstag den 6. May 1824</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 00:00:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als ich im vorigen Sommer nach Weimar kam, war es, wie gesagt, nicht meine Absicht, hier zu bleiben, ich wollte vielmehr bloß Goethe’s persönliche Bekanntschaft machen und dann an den Rhein gehen, wo ich an einem passenden Ort längere Zeit zu verweilen gedachte. Gleichwohl ward ich in Weimar durch Goethe’s besonderes Wohlwollen gefesselt; auch gestaltete [...]]]></description>
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		<title>Sonntag den 2. May 1824</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 00:00:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Goethe machte mir Vorwürfe, daß ich eine hiesige angesehene Familie nicht besucht. „Sie hätten, sagte er, im Laufe des Winters dort manchen genußreichen Abend verleben, auch die Bekanntschaft manches bedeutenden Fremden dort machen können; das ist Ihnen nun, Gott weiß durch welche Grille, alles verloren gegangen.“ Bey meiner erregbaren Natur, antwortete ich, und bey meiner [...]]]></description>
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